spielw[ie]eise 2013

Kinder-Künste-Festival zu Ehren Otfried Preußlers in Stuttgart

 

Die SCHALTZENTRALE war u.a. zuständig für:

- allgemeine Koordination aller Kooperationspartner
- Budgeterstellung und -verwaltung
- Sponsoring
- Konzeption und Umsetzung Werbemaßnahmen
- Pressearbeiten
- Konzeption und Umsetzung Festivalbroschüre in Zusammenarbeit mit Grafiker
- Organisation des Symposiums, Einladung von Teilnehmern, Referenten
- Betreuung von Veranstaltungen während des Festivals

 

Abschließende Pressemitteilung vom 17. Juni 2013

Das Kinder-Künste-Festival spielw[ie]eise zu Ehren Otfried Preußlers fand vom 12. bis 16. Juni 2013 in Stuttgart statt. Knapp 2000 kleine und große Besucher konnten an fünf Tagen und in über 40 Veranstaltungen das Werk Otfried Preußlers in seinen verschiedenen Spielweisen im Theater, im Film, in Lesungen, in der Illustration und als Hörspiel erleben. Die Kooperationspartner Junges Ensemble Stuttgart, Kunstmuseum Stuttgart, Stadtbibliothek, Der Audio Verlag, Thienemann Verlag, Filmgalerie 451, SWR, WDR, Ohrenspitzer, FITZ!, Verlag für Kindertheater und die Hochschule der Medien waren begeistert von dem großen Potential, das Preußlers Werk auszeichnet und der starken Resonanz beim Publikum.

Erstmals in dieser Form durchgeführt, möchte das Festival wegweisend sein für eine stärkere Vernetzung der kulturellen Institutionen vor Ort sein. Mit dem Festival stand insbesondere auch der interdisziplinäre Austausch zwischen den Künsten im Fokus - sowohl Kinder als auch Profis konnten sich über die unterschiedlichen Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen, ein Bild machen. Am Sonntag, den 16. Juni, wurden die Ergebnisse in einem Symposium im Jungen Ensemble Stuttgart diskutiert. Wie das "Erzählen für Kinder" aktuell aussehen kann und welche Form beim jungen Publikum am besten ankommt, war ebenso Thema wie die Frage nach Kommerzialisierung und Experimentierfreudigkeit in der Kunst für Kinder. Man war sich einig, dass die wichtigste Prämisse der Kunst für Kinder darin besteht, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen, sie mit zeitgenössischen ästhetischen Ansätzen herauszufordern, aber auch ihr Bedürfnis nach Geschichten und nach dem freien Spiel der Phantasie ernst zu nehmen Der Künstler möge sie mithin also nicht mit schnellem und einfach konsumierbaren Produkten abspeisen, nicht mit Moden malträtieren, sondern er (sie) möge im künstlerischen Prozess immer versuchen, die drei Voraussetzungen zu verwirklichen, die schon Otfried Preußler benannt hat: Man muss etwas zu erzählen haben, man muss sein Handwerk beherrschen und man muss sein Publikum vor allem lieb haben.

Im Rahmen des Festivals wurde auch erstmalig der Otfried-Preußler-Kinderstücke-Preis vergeben, gestiftet vom Thienemann Verlag und der Familie Preußler. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging an die junge Autorin Karen Köhler für ihr Stück "Ramayana. Ein Heldenversuch", das im September 2013 in der Badischen Landesbühne uraufgeführt wird. Mit der Auszeichnung wurde ein Stück gewürdigt, das eine große Geschichte für Kinder erzählt, geeignet auch für das Spiel auf der Großen Bühne, und das damit auch die Wichtigkeit unterstreicht, dass es neben dem Weihnachtsmärchen auch andere Stücke auf der großen Bühne geben sollte.

Ermöglicht wurde das Festival durch die hohe Eigenleistung der Kooperationspartner, die ihre Veranstaltungen weitestgehend selbst finanzierten und organisierten. Finanziell wurde das Festival unterstützt durch die Baden-Württemberg-Stiftung, sowie durch die Karl-Schlecht-Stiftung, die Otto F. Scharr Stiftung, die Stiftung der Württembergischen Gemeindeversicherung, die Stiftung Kunst und Kultur der LBBW und das Kulturamt Stuttgart.